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Meld mich bei Euch ein wenig verspätet. Mit der Tour de Suisse bin ich zufrieden - 200 Meter haben auf der 3. Etappe zum Etappensieg gefehlt. Da hab ich mir richtig in den Arsch gebissen. Ich habe alles richtig gemacht, zur richtigen Zeit attackiert und riskiert. Nur leider waren sich die Verfolger einig und haben mich noch abgefangen. Nach der Etappe war der Ofen aus - in bin körperlich total eingebrochen. Ich habe momentan auch Halsweh, Ohrenschmerzen - mein Immunsystem ist voll angeschlagen. Hab jetzt schon über 65 Renntage in den Beinen, mehr als doppelt so viele wie letzte Sasion mit Elk. Und zudem sind das heuer ja alles Rennen auf höchstem Niveau. Ich brauche jetzt mal eine Pause und jetzt bin ich mir auch ganz sicher, dass ein Start bei der Tour de France keine Sinn machen würde. Im Herbst will ich aber mit der Vuelta nochmals auf mich aufmerksam machen. Werde heute auch nicht aus dem Bette gehen, und mir die einen oder andere DVD schauen. Am Freitag bin ich übrigens beim Kitzalpbike in Westendorf und steh mit Markus Kröll, Romed Baumann, Gerrit Glomser, Lisi Osl, Michi Baur, Benjamin Karl, Fritz Pinter und anderen am Start eines lustigen Radrennens. Vielleicht sieht man Euch ja im Brixental.
See you Tommy
p.s. danke nochmals für die vielen netten Einträge
„Meine freie Entscheidung!“
Habe heute in der Tiroler Heimat sooo gut geschlafen. Es bestätigt sich wieder einmal, die Tiroler Bergluft ist einfach die Beste. Möchte mich nochmals bei den vielen Fans, die mich gestern an der Strecke angefeuert haben, bedanken. Es ist immer wieder unglaublich motivierend, DANKE an EUCH alle. Nach dem heutigen Ausschlafen und ausführlich gutem Frühstück, gab es einen langen Transfer von Fiss nach Oberriet. Zu Beginn des Rennens war es sehr schnell und auch schwierig. Ich sage Euch, da muß man schon immer wieder die Zähne zusammenbeissen. Aber es ist halt unser Job und der macht nicht immer Spaß. So wird es wahrscheinlich auch Euch manchmal gehen. Ansonsten kann ich euch nicht viel erzählen. Es war von vornherein klar, dass es wahrscheinlich einen Massensprint geben wird. Wie erahnt, so ist es auch gekommen. Ich hab am Ende noch probiert, Gerd Ciolek zu positionieren. War aber extrem schwierig, da es total hektisch zur Sache ging. Gewonnen hat erneut der momentan wohl beste Sprinter, Mark Cavendish. Ab morgen soll es anscheinend einen Wettereinbruch geben. Von heißen 30 Grad soll es runter gehen auf kalte 12,13..... ZACH, aber da muß wohl jeder von uns durch. So, das war es wieder einmal. Es ist immer wieder richtig angenehm in das Tagebuch zu schreiben, weil es ein tägliches Aufarbeiten des Tages bedeutet. Mal gute Erinnerungen mal weniger, aber ein abendliches Ritual, das ich sehr gerne mache.
Gute Nacht, schlaft gut und bis Morgen
Das Leben und unser Sport sind kein Wunschkonzert. Nach gestern war der Traum vom Goldenen natürlich da, aber ich hatte heute einfach zu müde Bein und bin somit scheinbar ebenfalls–wie Norbert Niederacher von der Kronenzeitung es bezeichnen würde- dem „ Fluch der Heimat“ erlegen. Vielleicht stimmt das ja tatsächlich, denn noch nie hat ein heimischer Radprofi bei einer Auslands – Tour die Österreich Etappe gewinnen können. Auch ich habe damit heute leider nicht brechen können. Trotzdem bin ich mit dem Endresultat zufrieden. Ich habe auf den letzten Kilometern noch gut Tempo für unseren Kapitän Linus Gerdemann machen können. Er ist ein guter Zeitfahrer, da könnte für unser Team noch einiges möglich sein.
Die heutige 5. Etappe hat alle Vorgeplänkel der diesjährigen Tour de Suisse endgültig beendet. Der 202km lange kräfteraubende Kurs führte uns von Stäfa in die Heimat, genauer ins Tiroler Oberland, nach Serfaus. Es ging also in die Berge. Nach hügligem Beginn "verflachte" das Teilstück zunächst, ehe es bei Kilometer 120 zum Arlbergpass auf 1793m ging. Über St. Anton und Landeck sind wir schließlich nach Ried hinunter gerollt, wo der steile Schlussanstieg auf uns wartete. Insgesamt 3.115 Höhenmeter galt es zu bewältigen, das war heute natürlich eine riesen Herausforderung und wurde nicht umsonst als Königsetappe angekündigt.
Königlich war mit Sicherheit die Stimmung im Ziel in Serfaus. Ganz besonders gefreut hat mich natürlich, dass die „Venedig – Gruppe“, also die Touristiker des Landes rund um Joe Margreiter auch wieder nach Serfaus geradelt sind, um mich anzufeuern. Apropos Touristiker: Die Bedingungen zum Radeln waren heute einfach wieder traumhaft und ich muss schon sagen, dass rein landschaftlich echt nichts über unsere Heimat geht. Heute übernachten wir in Fiss und morgen geht’s weiter von Oberriet nach Bad Zurzach. Ich hoffe, ihr seid dann wieder mit dabei!
http://sport.orf.at/090617-16033/index.html Auf den Geschmack gekommen
http://sport.orf.at/090617-16033/index.html Rohregger knapp am Etappensieg vorbei
http://www.laola1.at/395+M560ca46fe6c.html Rohregger nur knapp am Sieg vorbei
Fluch der Heimat lässt Rohregger nicht zittern - Krone
http://tt.com/tt/home/story.csp?cid=9538431&sid=57&fid=21 - Rohreggers Duftmarke vor Königsetappe nach Serfaus
http://www.news.at/articles/0925/20/244409/an-etappensieg-rohregger-etappe-platz - An Etappensieg knapp vorbei
http://www.kleinezeitung.at/sport/mehrsport/2025738/index.do - Rohregger verpasste den Etappensieg nur knapp
Ihr könnt via http://ticker.live-radsport.ch/flashticker/index.php?race=13512&type=text live dabei sein, wenn Tommy heute Österreichischen / Tiroler Boden erreicht. lg dani u stefan
Hallo Leute!
Zwei Tage lang lief`s für mich bei der Tour de Suisse gar nicht so recht nach Plan. Aber jetzt konnte ich diese Tage, an denen ich mich nicht ganz so fit gefühlt habe, hinter mir lassen. Zumindest war der heutige Tag einfach nur geil! Rohregger, der "Ausreißer" - ein unglaublicher Kick, das könnt ihr mir glauben.
ewig schade, dass sich mein Ausreißer heute so knapp nicht bezahlt gemacht hat, aber ich
konnte mich extrem offensiv präsentieren. Es war sehr wichtig für mich, anzugreifen und
mir Respekt zu verschaffen. Ich habe zeigen können, dass ich vorne mithalten kann. Beim
dritten Platz auf den Gotthard - Pass hatte ich heute schon von Beginn an super Beine. Ewig schade natürlich, dass es auf den letzten Metern der Etappe knapp nicht für einen Sieg gereicht hat.
konnte. Ganze 1,5km bin ich alleine geritten. 1,5km, wo mir eigentlich nur durch den Kopf gegangen ist - ja nicht mehr umdrehen und fahren, was geht. Meine Ohren haben gesurrt, weil die Betreuer und der sportliche Leiter so dermaßen aufgeregt durch den Funk geschrien haben: „Gas, Gas, Gas“, das war alles, was ich noch gehört habe. Die glaubten heute ebenfalls, dass es sich ausgehen könnte. Ich bin glücklich zu wissen, dass ich mithalten kann. Jetzt ist die Vorfreude auf die morgige
„Heimetappe“ natürlich noch größer. Es geht so richtig in die Berge, ich fühle mich fit. Morgen könnte einiges drin sein.
Um 17:59 lautete heute auf http://ticker.live-radsport.ch/flashticker/index.php?race=13511&type=text die Schlagzeile Attacke - Rohregger geht Gesamt ist der beste Österreichern im Klassement jetzt bereits 4. Mehr von Tommy persönlich in kürze.
Gesamtwertung tour de Suisse
1 Tadej Valjavec (Slo) AG2R La Mondiale
2 Andy Schleck (Lux) Team Saxo Bank 00:02
3 Peter Velits (Svk) Team Milram 00:11
4 Thomas Rohregger (AUT) Team Milram 00:13
5 Olivier Zaugg (SUI) Liquigas 00:14
6 Fabian Cancellara (SUI) Team Saxo Bank 00:20
7 Robert Kiserlovsky (Cro) Fuji-Servetto 00:29
8 Maxim Iglinskiy (Kaz) Astana 00:42
9 Roman Kreuziger (Cze) Liquigas 00:42
10 Andreas Klöden (GER) Astana 00:45
Seit heute sind die Fotos die Ernst Lorenzi letzte Woche im Ötzalt gemacht hat, auf meiner Seite online.
Ernst, möchte mich nochmals bei Dir und Oliver für das Shooting bedanken. Die Fotos sind ein Traum. Kann jeden einzelnen nur empfehlen, auf das Timmelsjoch zu fahren. Das ist momentan nur GENIAL.
Gestern ging es von Davos nach Davos. Gleich zu Beginn wurden einige Attacken geritten, ehe sich eine Drei Mann Gruppe absetzen konnte. Das Team Saxo Bank rund um Spitzenreiter Fabian Cancellara kontrollierte allerdings das Rennen während der gesamten Distanz. Auf den letzten 25 ansteigenden Kilometern rauf nach Davos wurde das Tempo nochmals richtig erhöht. Kurz konnte ich mich mit drei anderen Fahrern auch an die Spitze setzen. Die Beine waren gestern wirklich sehr gut, allerdings stand der Wind für uns nicht so günstig. Der starke Gegenwind verhinderte diesen Fluchtversuch, so lief alles auf einen Sprint einer großen Gruppe hinaus. Auf den letzten Kilometern gab ich nochmals alles für unseren Super Sprinter Gerald Ciolek. Leider verpasste er den Sieg sprichwörtlich um Haaresbreite. Den Sieg holte sich schlussendlich Berni Eisel. "Bernie möchte Dir natürlich zu diesem großen Erfolg herzlichst gratulieren - Coole Sache"
Im Teamhotel bzw. Bauernhof angekommen machte ich auch gleich Bekanntschaft mit meinen neuen Nachbarn: Eine Herde Schafe.... Die Kontaktaufnahme war recht einfach, denn auf meine Tiroler Schafimitaitionslaute antworteten meine neuen Kollegen sofort...... Ich muss allerdings derart viel Eindruck bei Ihnen hinterlassen haben, dass Sie die ganze Nacht durchblärrten und wir alle aus unserem Team somit eine harte und sch(l)af(lose) Nacht hatten::)
Zum gestrigen Rennen noch etwas: Ein Streckenposten verunglückte gestern auf der Etappe schwer und zog sich dabei mehrere Brüche zu. Wünsche jedenfalls gute Besserung.
Also, bis heute Abend, und ihr wisst ja "DAUMEN DRÜCKEN"; lg tommy